Passiv-Ersatzformen — produktiver Gebrauch und stilistische Differenzierung
C1 · ~17 Minuten
Auf C1-Niveau sind Passiv-Ersatzformen nicht nur rezeptiv bekannt, sondern werden produktiv in akademischen und journalistischen Texten eingesetzt, um Stilmonotonie zu vermeiden. Die wichtigsten Formen sind: 1) 'sich lassen + Infinitiv' mit der Modalbedeutung 'kann/lässt sich bewerkstelligen' (positiv oder negativ); 2) 'sein + zu + Infinitiv' mit der Bedeutung 'muss' oder 'kann' — je nach Kontext; 3) das Gerundivum 'zu + Partizip I als Attribut' (die zu lösende Aufgabe, der nicht zu unterschätzende Aufwand); 4) Adjektive auf -bar, -lich, -abel, -ibel für die Möglichkeit; 5) das reflexive Verb mit modaler Bedeutung (Das gestaltet sich schwierig, Das erweist sich als nötig). C1-Kandidaten müssen die Formenwahl nach Register und Modalbedeutung (Möglichkeit vs. Notwendigkeit) differenzieren. 'Sich lassen' klingt etwas weniger formal als 'sein + zu', das Gerundivum ist das markierteste, akademischste Mittel.
- Die Komplexität dieser Frage lässt sich nicht auf wenige Sätze reduzieren.
- Auf die ethischen Implikationen dieser Entscheidung ist besonders hinzuweisen.
- Die noch ausstehenden Fragen sind im Rahmen weiterer Untersuchungen zu klären.
- Ein derartiger Ansatz erweist sich unter den gegebenen Bedingungen als kaum praktikabel.
- Die in der Literatur diskutierten Modelle lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen.
- Die nicht zu leugnenden Schwächen des Konzepts werden im Folgenden dargelegt.
- Ob die Ergebnisse reproduzierbar sind, muss eine Anschlussstudie zeigen.
- Das zu überbrückende Defizit beläuft sich auf mehrere Millionen Euro.
Ersetzen Sie das Passiv durch eine Passiv-Ersatzform: 'Diese Methode kann auf viele Bereiche angewendet werden.'