Apposition — Typen, Kasus und parenthetische Erweiterung
C1 · ~15 Minuten
Eine Apposition ist ein nachgestelltes Satzglied, das dasselbe Bezugswort wie das Hauptsubstantiv hat und es näher beschreibt oder identifiziert. Im Deutschen richtet sich die Apposition im Kasus nach ihrem Bezugswort, nicht nach der Präposition (enge Apposition) oder sie bleibt im Nominativ (lose Apposition). Enge Appositionen stehen ohne Komma und kongruieren voll: 'der Schriftsteller Günter Grass', 'als Vorsitzender des Ausschusses'. Lose Appositionen werden durch Kommas abgetrennt und erscheinen in zwei Typen: nominativisch ('Berlin, die Hauptstadt Deutschlands, liegt...') oder kongruent mit dem Bezugswort ('Ich sprach mit dem Minister, einem erfahrenen Diplomaten...'). Auf C1-Niveau sind parenthetische Erweiterungen der Apposition charakteristisch für akademische Prosa: Sie enthalten Relativsätze, Partizipialkonstruktionen oder ganze Nominalphrasen als Einschub.
- Der Soziologe Max Weber, einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts, begründete die verstehende Soziologie.
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- Als Leiterin des Instituts, einer renommierten Forschungseinrichtung mit über 200 Mitarbeitenden, trägt sie erhebliche Verantwortung.
- Der Vertrag, ein mühsam ausgehandelter Kompromiss zwischen konkurrierenden Interessen, trat am 1. März in Kraft.
- Wir sprachen mit dem Abgeordneten, einem langjährigen Verfechter der Bildungsreform.
- Das Konzept der Nachhaltigkeit, ein Begriff mit vielschichtiger Bedeutung, wird in verschiedenen Disziplinen unterschiedlich interpretiert.
- Berlin, Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands, ist seit der Wiedervereinigung politisches Zentrum.
- Die Studie, ein Gemeinschaftsprojekt dreier Universitäten, wurde über mehrere Jahre hinweg durchgeführt.
Ich dankte dem Professor, ___ (ein — Dativ Maskulinum + angesehen + Wissenschaftler), für seine Unterstützung.