Negation — Satz- und Wortebene

B2 · ~15 Minuten

Die Verneinung im Deutschen kennt zwei Ebenen. Auf Satzebene verneint man mit 'nicht' eine Handlung oder Aussage: Ich komme nicht. Auf Wortebene verneint man einzelne Wörter durch Präfixe wie un-, in-, miss- oder Suffixe wie -los: unfreundlich, inaktiv, missverstehen, arbeitslos. Die Position von 'nicht' ist entscheidend: bei Satznegation steht nicht spät im Mittelfeld, meist vor dem Satzglied, das es betont; bei Teilnegation steht nicht direkt vor dem negierten Element. 'Nicht' vs. 'kein': 'kein' verneint unbestimmte oder fehlende Artikel plus Nomen (Ich habe kein Auto). 'Nicht' verneint Verben, Sätze oder bestimmte Artikel plus Nomen (Ich habe das Auto nicht). Typischer Lernerfehler: 'nicht ein Buch' statt 'kein Buch'. Regel: Wo 'ein' oder gar kein Artikel steht und verneint wird, nutzt man kein; bei bestimmtem Artikel oder Possessivpronomen mit Verneinung nutzt man nicht.

  • Ich komme heute nicht.
  • Er ist sehr unfreundlich geworden.
  • Das ist doch unglaublich inakzeptabel.
  • Die Firma musste viele arbeitslose Bewerber enttäuschen.
  • Ich habe das Buch noch nicht gelesen.
  • Sie hat kein Auto, aber ein Fahrrad.
  • Er hat meinen Rat nicht befolgt.
  • Der Vortrag war nicht besonders interessant.

Aufgabe 1 von 6

Ich habe ___ Zeit. (unbestimmter Artikel, Verneinung)

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